Herz-Check hoch 2

Herz-Check2

Herz-Kreislauf-Krankheiten gehören zu den häufigsten Krankheiten des Menschen und zählen auch in der Schweiz zu den häufigsten Todesursachen. Ein vorzeitiger Herzinfarkt oder Hirnschlag kann durch gezielte Prophylaxe verzögert oder im besten Fall sogar verhindert werden. Prophylaktische Massnahmen sind einfacher und kostengünstiger, als die oft aufwendigen Behandlungen von Herzkreislaufkrankheiten. Jeder Person ab ca. dem 40. Lebensjahr wird deshalb empfohlen, ihr individuelles Herz-Kreislauf-Risiko bestimmen zu lassen. Zwar kann im Einzelfall nie exakt voraussagt werden, wann ein bestimmtes Ereignis (z.B. ein Herzinfarkt oder ein Hirnschlag) eintreten wird. Anhand der persönlichen Risikofaktoren und unter Verwendung von medizinischen  Datenbanken lässt sich jedoch die Wahrscheinlichkeit abschätzen, mit welcher z.B. ein tödlicher oder nicht-tödlicher Herzinfarkt innerhalb eines bestimmten Zeitraumes (z.B. innerhalb von 10 Jahren) eintreten kann. Etablierte kardio-vaskuläre Risikofaktoren sind das Rauchen, ein erhöhtes Cholesterin, ein erhöhter Blutdruck sowie die Zuckerkrankheit, vor allem der Diabetes Typ II. Zusatzfaktoren wie eine familiäre Belastung für vorzeitigen Herzinfarkt, Bewegungsmangel und Übergewicht, Stress und falsche Ernährung können das Herzkreislaufrisiko zusätzlich erhöhen. Falls aufgrund der individuellen Risikofaktoren das kardio-vaskuläre Risiko klar als “niedrig” oder als “hoch” definiert werden kann, ist es auch für den Arzt einfach, die notwendigen prophylaktischen Empfehlungen abzugeben und mit dem Patienten umzusetzen. Oft ergibt die Kalkulation jedoch ein “intermediäres” Risiko. Z.B. ist das Cholesterin „ an der Grenze“ oder der BD nur grenzwertig erhöht und eine Verwandte Person 1. Grades erlitt im Alter von 62 Jahren einen ersten Herzinfarkt etc. Ob in solchen Situationen bereits auch eine medikamentöse Behandlung sinnvoll ist, kann durch Bestimmung des „individuellen Arterienalters” noch besser beantwortet werden. Mit Ultraschall kann z.B. das Ausmass der arteriosklerotischen Veränderungen an den Halsschlagadern oder mit dem Computertomographen der Verkalkungsgrad der Herzkranzgefässe gemessen werden. Beide Verfahren sind wenig zeitaufwendig und auch in Falle des Calcium Scoring der Herzkranzgefässe mit einer nur minimalen Strahlenbelastung verbunden. Beide Methoden werden auch von der Europäischen Gesellschaft für Herz-Kreislaufkrankheiten in bestimmten Fällen empfohlen1). Interessiert? Sprechen Sie mit ihrem Hausarzt darüber oder rufen Sie uns an unter der Telefonnummer für Herz-Check2: 081 – 284 29 77

1) European Heart Journal, Volume 41, Issue 1, 1 January 2020, Pages 111–188